Symbol der "Goldenen Zeit"
Die letzte Avenue der königlichen Stadt ist die
Prinzregentenstraße. Ausgangspunkt war ursprünglich der
Hofgarten, von dessen Brunnen, Bänken und Blumenbeeten aus man
einen herrlichen Blick auf den gotischen Dom, die barocke
Theatinerkirche und den klassizistischen Festsaalbau der Residenz
(Ägyptische Staatssammlung und Präsidialbüro der
Max-Planck-Gesellschaft) hat. Mittelpunkt des Prunkparks ist der
Hofgartentempel, den die nackte Bavaria von Gerhard krönt. Ein
Steinwurf entfernt das Prinz-Carl-Palais, das von 1804 bis 1806 Karl
Fischer erbaute! Es erlebte 1933 als Sitz des Ministerpräsidenten,
wie hinterhältig Bayern als letztes deutsches Land der
Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten unterworfen wurde.
Am Haus der Kunst vorbei erreichen wir schnell das Museumsareal zwischen
Lerchenfeld- und Öttingenstraße. Die Prähistorische
Staatssammlung führt die Besucher bis in die Steinzeit
zurück. Man sieht aus dieser Ära Werkzeug und
Kultgegenstände. Aus der Kelten- und Römerzeit stammen
Götter- und Tierplastiken, Grabsteine, Gefäße und
Schmuck. Einen Überblick über bayerische Kunstgeschichte
gibt das benachbarte Nationalmuseum.
Vor uns dann die Anlage um den 23 Meter hohen Friedensengel, der aus
Anlaß der 25. Wiederkehr des Sieges Deutschlands über
Frankreich errichtet wurde. Hinter dem Engel steht die 1898
fertiggestellte Villa des Malers Franz Stuck, der die hübschesten
Frauen anlockte und sie als Sünde, Salome und Susanne (im Bad)
porträtierte. Er war der letzte Münchner Malerfürst und
Lehrer von Kandinsky und Klee. Seine Villa stattete er luxuriös
mit eigenen Kunstwerken aus.
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