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Oase der Gemütlichkeit

Das bürgerlich-bäuerliche München erlebt man, wenn man den südlichen Teil der Stadt durchstreift. Die Peterskirche, "Alter Peter" genannt, ist die älteste Kirche der Innenstadt. Hier beteten und arbeiteten einst die Mönche, auf die der Name "Munichen" zurückzuführen ist. Direkt gegenüber steht im Tal die Heilig-Geist-Kirche, die wegen ihrer Fresken und Farben hoch oben im Gewölbe sehenswert ist.
Alter Peter und Heilig Geist sind ein stattlicher Rahmen für den Viktualienmarkt der mit seinem Maibaum und Biergarten, den Verkaufsständen und Statuen beliebter Volksschauspieler an die bäuerlichen Wurzeln der Stadt erinnert. Es riecht hier nach Lavendel und Rosen, frischen Beeren und Kräutern. Am Faschingsdienstag gruppieren sich die Verkäuferinnen zum "Tanz der Marktfrauen". Ein kurzer Weg nach Südwesten und wir sind am Stadtmuseum, dessen herausragende Exponate die Moriskentänzer von Erasmus Grasser sind. Auch die vielen Dokumente zur Stadtgeschichte und anspruchsvolle Ausstellungen locken Besucher aus nah und fern an. Im westwäts anschließenden Viertel wohnten einst die großen bayerischen Barockkünstler Ignaz Günther, Straub, Boos und Egid Quirin Asam, der zusammen mit seinem Bruder Cosmas Damian die Asamkirche baute und ausstattete.
Das nahe Sendlinger Tor wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Ganz nah das Marionettentheater aus dem Jahr 1900, das erste Puppenspielhaus der Welt. Von hier gehen wir zum Südlichen Friedhof, auf dem so bedeutende Leute wie Ohm, Fraunhofer, Liebig, Klenze, Pettenkofer, Senefelder, Steinheil, Spitzweg, Gabelsberger, Schmeller, Schwind und Kobell ihre letzte Ruhe fanden.


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