Der Kulturpfad vom Tal auf den Gasteig
Der Weg vom Alten Rathaus zum Isarhochufer hat München einst reich
gemacht. Auf ihm fuhren seit Herzog Heinrich dem Löwen die
Kaufmannkonvois, um über den Fluß zu kommen. Für die
Benutzung der Brücke hatte man eine Maut zu zahlen. In den
Herbergen ließen die Fremden dann Geld für
Übernachtung, Kost und Bewachung ihrer Fracht. Im Alten Rathaus
rieben sich über die ihnen zustehenden Einnahmen die Ratsherren
die Hände. Architekt des Prachtgebäudes war Dombaumeister
Jörg von Halsbach. Im angrenzenden Turm ist ein Museum für
Spielzeuge untergebracht. Ebenso originelle Ausstellungen sieht man im
"Zentrum für außergewöhnliche Museen" und im
mittelalterlichen Isartor, das man nach einem kurzen Bummel erreicht.
Hier erinnert das Valentin Musäum an den großen Komiker Karl
Valentin.
Vom Isartor ist es nicht mehr weit zum Deutschen Museum,
für das 1906 der Grundstein gelegt wurde. Es ist nicht nur das
erste und größte technisch-naturwissenschaftliche Museum der
Welt, sondern auch das Bedeutendste. Die Führungslinie
beträgt 17 Kilometer. Spitzenexponate sind: die erste Kamera mit
dem ersten Objektiv, das auf der Grundlage von optischen Berechnungen
konstruiert wurde (1841), das erste Telefon mit elektrischer
Übertragung (1863), die erste Dynamomaschine der Welt (1866), das
erste Auto der Welt (1886), die ersten Röntgenaufnahmen (1895),
der erste Dieselmotor der Welt (1897) und der Versuchsaufbau, mit dem
die Kernspaltung entdeckt wurde (1938).
Wenn man dieses Haus, das
mit jährlich 1,3 Millionen Besuchern das beliebteste Museum in
Deutschland ist, verläßt, erreicht man in Kürze das
1901 fertiggestellte Müllersche Volksbad.
Hoch oben am Gasteig setzt das Kulturzentrum einen der wichtigsten
städtebaulichen Akzente des 20. Jahrhunderts.
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