"Für die Musik ist hier ungemein viel
Empfindlichkeit, und sie wird vielfältig
ausgeübt."
Das schrieb 1830 Felix
Mendelssohn-Bartholdy
aus München.
50 Jahre später berichtete Clara Schumann
von Ovationen im Odeon. 1885
wurde dort Anton Bruckners 7. Symphonie
so heftig bejubelt, daß der von Beifall
sonst nicht verwöhnte Komponist
schrieb:
"Nie erinnert man sich im
Odeon an solche Szene".
München war und ist eine klassische Konzertstadt. Zwar ging der
Saal im Odeon im Zweiten Weltkrieg verloren, doch haben längst
andere Räume seine Funktion übernommen. In den Herkulessaal
der Residenz kamen große Musiker und Dirigenten, in einigen
Kirchen pflegte man vor allem das Werk Johann Sebastian Bachs. Auch im
Brunnenhof der Residenz und im Schloß Schleißheim, im
Funkhaus, in der Hochschule für Musik und im Lenbachhaus, um nur
einige Plätze zu nennen, erklingen zur Freude eines fachkundigen
und begeisterungsfähigen Publikums Symphonien und Serenaden,
Kammermusik und Klavierkonzerte.
Den bedeutendsten Konzertsaal aber hat das 1985 vollendete
Kulturzentrum am Gasteig. Es gilt als das modernste seiner Art in
Deutschland. Herzstück dieses Mammutbaus ist die Philharmonie mit
2.500 Plätzen. Hier verzauberten Celebidache und sein Orchester
Konzertliebhaber aus der ganzen Welt. Doch nicht nur klassische Werke
werden gespielt, auch internationale Folklore und Jazz haben hier ihre
Heimstätte. Viele Größen des Jazz haben hier ihr
Publikum in den Bann gezogen. Für kleinere Veranstaltungen steht
der Carl-Orff-Saal zur Verfügung. Schließlich haben hier die
Volkshochschule und Stadtbibliothek ihre Bleibe gefunden.