Heimstätte weltberühmter Gemälde
Auf einem Spaziergang, der nur etwas länger als eine halbe Stunde
dauert, stößt man auf fünf bedeutende
Gemäldesammlungen. Ausgangspunkt ist die Städtische Galerie
im Lenbachhaus, das von 1887 bis 1891 Malerfürst Franz von Lenbach
durch Gabriel von Seidl bauen ließ. Hier sind eine einzigartige
Präsentation des "Blauen Reiter", Deutschlands größte
Sammlung von Kandinsky-Bildern und besonders auserwählte
Stücke Münchner Romantiker (Dillis, Rottmann)
untergebracht.
Nicht weit weg die beiden Pinakotheken! Die von 1826 bis 1836
entstandene Alte Pinakothek (von Klenze) ist eine der
großzügigsten Galeriebauten Europas und eine der besten
Gemäldesammlungen überhaupt. Zu den wichtigsten Exponaten
gehören Dürers "Vier Apostel" und sein Selbstbildnis in einer
Christus ähnlichen Pose (Bild ohne Parallele in der
Kunstgeschichte), Altdorfers "Donaulandschaft", das erste reine
Landschaftsgemälde Europas, und "Alexanderschlacht", auf der im
Riesenheer sogar die Haremsdamen des Persers zu sehen sind. Zu
bestaunen sind weiter Bilder von Murillo, El Greco, van Dyck, Rubens,
Botticelli, da Vinci, Raffael, Pacher, Holbein, Velasquez, Cranach,
Grünewald und Tizian.
Die Neue Pinakothek gegenüber! Sie wurde nach der Zerstörung
im Krieg von Alexander von Branca neu gebaut und gehört zu den
umfassendsten Sammlungen von Bildern des 19. Jahrhunderts. Einst war
sie das erste Museum, das für Gemälde zeitgenössischer
Künstler errichtet wurde. Vertreten sind hier alle Großen,
so Gauguin und van Gogh, Cezanne und Courbet, Goya und Degas, Leibl und
Spitzweg.
Über die Theresienstraße streben wir jetzt zum Haus der
Kunst, das von 1933 bis 1937 gebaut wurde. Es ist ein herausragendes
Museum mit Kunstwerken des 20. Jahrhunderts. Wir begegnen Namen wie
Picasso, Dali, Klee, Leger, Dix, Magritte, Chagall, Miro, Nolde und
Braque. Vom Haus der Kunst ist es nicht mehr weit in die
Schackgalerie, ein Geschenk Kaiser Wilhelms II.. Hier sind 30
Hauptwerke von Schwind, 16 von Böcklin und der "Hirtenknabe" von
Lenbach zu sehen.
| Copyright © LEO DictionaryTeam 1995-2006
|