Der Einbau hochleistungsfähiger Beleuchtungsvorrichtungen machte zusätzlich die Austattung des Wagens mit einer Windschutzscheibe notwendig. Damit konnte ein für allemal vermieden werden, das Fahrer und Beifahrer während der Fahrt mit heißem Wachs bekleckert wurden. Das bei der westlichen Konkurrenz erdachte aber aus ideologischen Gründen wieder verworfene Patent der Anker-Bremse wurde im Trabant konsequent verwirklicht. Durch bloßes Auslegen eines etwa 400 Kilogramm schweren Stockankers erreicht der Wagen Bremsbeschleunigungen, die denen westlicher Sportwagen weit überlegen sind. Durch die Tatsache, daß zum Transport des Ankers wenigstens 24 Personen notwendig sind, war der Trabant als eines der ersten Automobile mit einer Wegfahrsperre ausgerüstet. Die Wirkung diese Patentes war so enorm, das sogar die technische Entwicklung des Trabant zum Stillstand kam.
Die allseits gerühmte Geräuschdämmung des Trabanten ist vorbildlich. Der Fahrer sitzt dabei so eng im Sitz, das die Knie das Eindringen des Zweitakt-Geräusches in das Ohr verhindern. Gleichzeitig wird dabei der Blick des Fahrers auf die Straße fixiert, was zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit führt. Bezeichnenderweise trat das Krankheitsbild des "Wendehalses" erst nach der Grenzöffnung und nur bei Fahrern westlicher Automobile auf.
Auch Leichtbau und gute Recyclingfähigkeit zeichnen den Trabant aus. Die Plaste-Abdeckung des stilistisch für den damaligen Geschmack zu technisch aussehenden Innenlebens kann vollständig thermisch verwertet werden. Gleiches gilt fur die Auspuffanlage aus Löschpapier. Bei aller Freude muß kritisch bemerkt werden, daß der Trabant nicht ganz die Klasse seiner Vorfahren erreicht. So fehlt ihm auf der einen Seite der umweltfreundliche Antrieb, mit dem jedes Ochsengespann im Ausstoß von Schadgasen den Trabanten deutlich unterbietet und zum anderen die Spurtfreudigkeit die nun einmal jedes Pferdefuhrwerk auszeichnet. Trotz dieser Nachteile darf der Stellenwert dieses technischen Wunderwerks nicht zu klein eingestuft werden. Hat doch der Trabant als Bananen-LKW, Simson-Ersatzteile-Lager und nicht zuletzt als Mahnmal der automobiltechnischen Geschichte allemal einen Ehrenplatz unter den ewig gestrigen inne.