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BordRestaurant des ICE Baureihe WRmz 804.0 |
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DB-intern wird der Restaurantwagen als WSmz 804 bezeichnet. Dabei steht das "WS" für Servicewagen, das "m" signalisiert eine Länge von mehr 24 Metern, das "z" weist auf eine zentrale Energieversorgung hin, und die "804" ist die Bauartnummer. In der Fahrzeugtechnik unterscheidet er sich kaum von den anderen Mittelwagen des InterCityExpress. Er ist 26,4 Meter lang, 3,02 Meter breit und wurde in Aluminium-Integralbauweise gefertigt. Ebenso sind die Laufdrehgestelle der Bauart Minden-Deutz für Geschwindigkeiten von 300 km/h, die Monobloc-Radsätze, die als Hochleistungsbremse der Bauart KE-R-Mg (D)ep ausgeführten Scheiben- und Magnetschienenbremsen mit Notbremsüberbrückung, die Klimatisierung und Energieversorgung identisch. Auch verfügt er über eine zentrale Zug-Druck-Kupplung, in deren Kuppelkopf automatisch die Luftleitungen, Zugsammelschienen, elektrischen Steuerleitungen und die Lichtwellenleiter mitgekuppelt werden. Und dennoch ist der Restaurantwagen inmitten der rund 400 Meter langen ICE-Züge auf den ersten Blick zu erkennen. Gut 45 Zentimeter höher als alle anderen Wagen ist er das "herausragende" Fahrzeug des Triebzugs. Zusätzliche Oberlichtfenster in diesem erhöhten Dach runden den großzügigen Raumeindruck ab, der schon vom Design und der Gestaltung dieses kulinarischen Treffpunkts vermittelt wird. Bis auf zwei 90 Zentimeter breite Ladeluken im Bereich der Küche verfügt der WSmz über keine Außentüren. Die beiden Vorräume des Wagens konnten so für kleine Garderoben und den Einbau von Schaltschränken für die elektrische Versorgung, das Fahrgast-Informations-System und die spezielle Energieversorgung der Küche genutzt werden.
Vom Wagen mit Sondereinrichtungen (BSmz) kommend erreicht man xzunächst den Bord Treff, wo an Längssitzen 18 und an kleinen Stehtischen weitere zehn Personen Platz finden. Durch einen Seitengang an der Bistro-Theke und der Bordküche vorbei gelangt man in das Bord Restaurant. Hier bieten je zur Hälfte Sitzbänke und lose Stühle 24 Gästen Platz.
Das Herz des Wagens, der "Versorgungstrakt", ist mit modernster Technik ausgestattet. Vom sogenannten Steamer über Mikrowellenherd, Koch- und Bratplatte, Grillofen, Warmwasserbad, Wärmestrahler, Toaster, Warmhalteschrank und Ablufthauben bis hin zum Abfallbehälter ist auf relativ engem Raum alles vorhanden, was die flinke Hand eines Küchenchefs braucht. Ebenfalls Standard sind Kühlschrank für die Vorratscontainer und sogenannte Trolleys, eine Spülmaschine mit Spülbecken sowie diverse Hängeschränke. lm Thekenbereich des Bord Treff befinden sich - von der Küche aus gut zu erreichen - die Geräte für Heiß- und Kaltgetränke, Kühlvitrinen, die Datenkasse sowie die Kommunikationseinrichtungen. Der Thekenunterbau wurde als Stauraum für weitere Containerbecken, Getränkebehälter und drei 50-Liter-Bierbehälter genutzt. Die Sonderausstattung des Restaurantwagens erfordert zusätzliche technische Einrichtungen. Unterhalb des Wagenkastens sind drei Kühlaggregate angeordnet, die die verschiedenen Kühleinrichtungen für Vorräte und Getränke je nach Art bis auf minus 30 Grad kühlen und frosten. Für die Frischwasserversorgung wurde ebenfalls unter dem Wagen ein 1000-Liter-Kupferbehälter installiert. Das Wasser wird über eine Ultraviolett-Entkeimungsanlage aufbereitet, und zwei Umwälzpumpen erzeugen den erforderlichen Wasserdruck zwischen 3 und 4,5 bar. Die Klimaanlage des Restaurantwagens ist im Dachraum mit einem Luftbehandlungsgerät ausgestattet, wo die Außenluft zusammen mit der Umluft aus dem Restaurant aufbereitet, das heißt gefiltert und gekühlt oder aufgeheizt wird. Die Luft des Bord Treffs wird mit der Abluft des Küchenbereichs nach draußen geführt.
Die Energieversorgung mit 1000 Volt läuft über eine
der beiden Zugsammelschienen. Mit dieser Energie werden - teilweise
über Sekundärwicklungen - alle "Verbraucher"
des Wagens wie das Herzregister, die Klimakammer, das Batterieladegerät
für 110 Volt/165 Ampere-Batterie, Zuluftregulierung, Beleuchtung,
verschiedene Steuerungen, Heizungen, Kühlaggregate, Küchengeräte
versorgt.
Stand: November 1996
Robert Wagner, 11. März 1997